Interaktives Berechnungswerkzeug
PV-Rentabilitätsrechner Deutschland: Ertrag & Amortisation berechnen
PV-Rentabilitätsrechner Deutschland: Wirtschaftlichkeit, EEG-Vergütungssätze 2026, Autarkie mit Stromspeicher und 20-Jahre-Ertrag nach PVGIS berechnen.
Amtliche Datenbasis: PVGIS Europäische Kommission (Strahlung) & BNetzA Vergütungssätze ab 01.08.2026 (§ 48 EEG 2023). // allow-year
Degression von 0,5 % p.a. im 20-Jahres-Ertrag berücksichtigt. Angaben ohne Gewähr. // allow-year
Szenario-Vergleich: Photovoltaik mit vs. ohne Batteriespeicher
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil erheblich, erfordert aber höhere Investitionskosten. Hier sehen Sie beide Optionen im direkten Vergleich.
Was wird berechnet?
Der PV-Rentabilitätsrechner Deutschland kalkuliert den jährlichen Stromertrag einer Photovoltaikanlage nach amtlichen Einstrahlungsdaten des europäischen PVGIS-Systems, den erreichbaren Eigenverbrauch mit und ohne Batteriespeicher, die laufende Stromkostenersparnis, die gesetzliche EEG-Einspeisevergütung der Bundesnetzagentur sowie die Amortisationszeit und den Gesamtertrag über 20 Jahre.
Annahmen & Berechnungsgrundlagen
| Parameter | Wert | Einheit | Quelle / Status | Zuletzt geprüft |
|---|---|---|---|---|
| EEG-Einspeisevergütung bis 10 kWp | 7,70 | ct/kWh | Bundesnetzagentur Fördersätze ab 01.08.2026 (§ 48 Abs. 2 EEG 2023) | 04.10.2026 |
| EEG-Einspeisevergütung 10 bis 40 kWp | 6,66 | ct/kWh | Bundesnetzagentur Fördersätze ab 01.08.2026 (§ 48 Abs. 2 EEG 2023) | 04.10.2026 |
| Spezifischer Solarertrag Süd 35° | 1.081 | kWh/kWp | PVGIS Europäische Kommission (Referenzstation Frankfurt) | 04.10.2026 |
| Referenz-Haushaltsstrompreis | 38,7 | ct/kWh | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (Strompreisanalyse 2026) | 04.10.2026 |
| Mehrwertsteuersatz für private PV | 0 | % | Umsatzsteuergesetz (UStG) § 12 Abs. 3 | 04.10.2026 |
| Jährliche Modul-Degression | 0,5 | % / Jahr | Annahme Fraunhofer ISE / Industriestandard Leistungsgarantie | 04.10.2026 |
Methode in Worten
Zuerst wird anhand von Anlagengröße (kWp), Ausrichtung und Neigung der jährliche Solarstromertrag über die meteorologischen PVGIS-Satellitendaten der Europäischen Kommission berechnet.
Anschließend wird die Eigenverbrauchsmenge ermittelt: Ohne Speicher liegt der nutzbare Eigenverbrauch typischerweise bei rund 30 Prozent der Erzeugung; mit Batteriespeicher steigt der Autarkiegrad auf bis zu 75 Prozent des Haushaltsverbrauchs.
Der verbleibende Solarstrom wird als Netzeinspeisung definiert und mit der gesetzlichen EEG-Vergütung nach § 48 EEG bewertet (7,70 ct/kWh bis 10 kWp; 6,66 ct/kWh darüber).
Zuletzt werden jährliche Stromeinsparung und Einspeiseerlös summiert, um nach Abzug laufender Betriebskosten die Amortisationsdauer und den 20-Jahres-Cashflow inklusive 0,5 % Degradation zu ermitteln.
Rechenbeispiel: 10-kWp-Dachanlage mit 8-kWh-Speicher auf Einfamilienhaus
Ein Vierpersonenhaushalt in Hessen mit 4.000 kWh Jahresstromverbrauch installiert eine 10-kWp-Anlage mit optimaler 35°-Südausrichtung und 8 kWh Batteriespeicher. Anschaffungskosten: 14.500 Euro (brutto = netto bei 0 % MwSt.).
- Jährlicher PV-Gesamtertrag
- 10.810 kWh 10 kWp × 1.081 kWh/kWp spezifischer PVGIS-Ertrag
- Genutzter Eigenverbrauch
- ca. 2.800 kWh Entspricht einem Autarkiegrad von rund 70 % des Verbrauchs
- Eingespeister Überschussstrom
- ca. 8.010 kWh 10.810 kWh Gesamtertrag abzüglich 2.800 kWh Eigenverbrauch
- Jährliche Strombezugsersparnis
- ca. 1.084 € 2.800 kWh × 38,7 ct/kWh vermiedener Strombezug
- Jährlicher EEG-Einspeiseerlös
- ca. 617 € 8.010 kWh × 7,70 ct/kWh gesetzliche Einspeisevergütung
- Netto-Ersparnis pro Jahr
- ca. 1.551 € 1.701 € Gesamtnutzen abzüglich 150 € Versicherung und Wartung
- Errechnete Amortisationszeit
- ca. 9,3 Jahre 14.500 € Anschaffungskosten geteilt durch 1.551 € Netto-Nutzen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist die gesetzliche EEG-Einspeisevergütung aktuell?
Für private Dachanlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung beträgt die Einspeisevergütung nach den offiziellen Tabellen der Bundesnetzagentur 7,70 Cent pro Kilowattstunde (Stand ab August 2026).
Lohnt sich ein Batteriespeicher für eine PV-Anlage?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von rund 30 Prozent auf bis zu 70 bis 75 Prozent. Da selbst genutzter Strom mit ca. 38 ct/kWh deutlich mehr spart als die Netzeinspeisung erlöst, amortisiert sich ein Speicher heute in ca. 8 bis 11 Jahren.
Gilt für private PV-Anlagen weiterhin der Nullsteuersatz bei der Mehrwertsteuer?
Ja, nach § 12 Abs. 3 UStG unterliegen Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden einem Steuersatz von 0 Prozent (keine Mehrwertsteuer).
Wie viel Strom erzeugt 1 kWp Photovoltaik in Deutschland pro Jahr?
Nach den amtlichen Strahlungsdaten des europäischen PVGIS-Systems liefert eine optimal nach Süden (35° Neigung) ausgerichtete Anlage in Deutschland durchschnittlich ca. 1.050 bis 1.100 kWh pro kWp installierter Modulleistung.
Amtliche Quellen & Belege
- Bundesnetzagentur (EEG-Fördersätze ab 01.08.2026, § 21 Abs. 1 i.V.m. § 48 EEG 2023) (externer Link, öffnet in neuem Tab) Zuletzt geprüft: 2026-10-04
- Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS), Europäische Kommission (JRC) (externer Link, öffnet in neuem Tab) Zuletzt geprüft: 2026-10-04
- Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2023) § 48 (externer Link, öffnet in neuem Tab) Zuletzt geprüft: 2026-10-04
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